Wenn das Kind krank wird…

…die Entwicklung einer Mama von „Soll ich nicht doch lieber vorsichtshalber in die Notaufnahme?“ zu „Ach, solange das Fieber unter 39.5 ist, regeln wir das mit Tee und Schlafen.“.

Die Erstlingsmamas unter euch werden es sicher kennen, die werdenden Mamas werden es noch kennenlernen und die Zweit- oder Mehrmamas lächeln bestimmt nur müde über die Anfänge der „Krankes Kind Entwicklung“.

Bei mir war es so, dass ich keine Hebamme für Geburt und Nachsorge gefunden habe, da es an Hebammen generell und hier in Berlin ganz besonders mangelt. Ich war somit ab dem Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus quasi auf mich (und meinen Mann) allein gestellt. Zum Glück hatte und habe ich eine tolle Krabbelgruppe, die von drei Freundinnen per WhatsApp inzwischen zu einer großen Runde Berliner Mamas geworden ist, die sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hierfür muss ich mich bei meiner Freundin (und auch Begleiterin bei meiner Entbindung) Sarah bedanken, denn sie ist die Drahtzieherin dieser tollen Gruppe und hat mir schon bei so mancher Babyfrage helfen können. Meine Familie und Freunde sind natürlich auch da, allerdings durch die Entfernung nicht immer vor Ort.

Trotzdem hat mich eines Tages, da war Joschi noch keine 6 Monate alt, eine heiße Stirn überrascht und ein völlig schläfriges Baby, das einfach gar nicht richtig wach werden wollte. Das war so neu für mich, dass ich erstmal Panik bekam. Mein Mann und ich hatten das noch nie erlebt und man hört so viele Horrorgeschichten, dass man einfach Panik bekommen muss. Wir wollten aber auch nicht die übervorsichtigen Eltern sein, die bei jeder Kleinigkeit ausflippen. Da wir es trotzdem taten, habe ich mich erst an meine Krabbelgruppe gewandt. Auch da waren sich alle einig: in den ersten 6 Monaten lieber 1x mehr zum Arzt, als 1x zu wenig. Es war zum Glück ein Wochentag und unsere Kinderärztin hatte geöffnet, also sind wir nach kurzer Terminabsprache hingedüst und haben Joschi durchchecken lassen. Es ging ihm gut. Nur ein Infekt mit Fieber und ganz normal, trotzdem bin ich bei der Ärztin erstmal in Tränen ausgebrochen. Aber wohl eher vor Erleichterung, weil dann der Druck schnell abfiel. Nach zwei Tagen war der Spuk schon wieder vorbei und ich hatte mein fröhliches Baby wieder.

Seit dem sind wir von Fieber zu Fieber entspannter geworden: inzwischen warten wir erstmal ab. Joschi ist ein sehr fröhlicher Kranker und ist körperlich immer topfit, trotz Fieber oder Husten oder sonstigem. Wenn sich das ändert, dann gehen wir doch mal zum Arzt aber für gewöhnlich können wir uns den Weg sparen.

Den einzigen Unterschied machen bei mir bis heute Kopfstürze, was aber auch völlig ok ist. Erst neulich ist Joschi im Supermarkt so blöd auf den Boden gestürzt, dass er eine Walnussgroße Beule an der Stirn bekommen hat. Zwar wäre ich noch vor einem Jahr sofort damit in die Notaufnahme gedüst und ich gebe zu, den Impuls habe ich auch heute noch. Inzwischen warte ich aber ab, checke, ob alles normal ist. Ich sage trotzdem am nächsten Tag in der Kita bescheid, damit die Tagesmütter auch ein Auge auf ihn haben, falls etwas komisch sein sollte. Sollte er sich im Verhalten verändern würde ich natürlich sofort zum Doktor düsen aber, solange das Kind froh und munter ist, bleiben wir heutzutage eher gelassen.

 

Wie sind eure Erfahrungen mit Krankheiten und Stürzen?

 

Viele liebe Grüße

Julia von baeli

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