Urlaub mit Baby

Der Sommer naht, die Corona-Regelungen werden langsam gelockert und ein Großteil der Welt scheint ein wenig durchzuatmen, nach anderthalb Jahren in der Pandemie.


Dieser Sommer wird für viele Eltern der Erste sein, in dem sie mit ihren Kindern in den Urlaub fahren können. Ob es ein Kurztrip an die Ostsee ist oder schon eine Flugreise – das muss jede Mama und jeder Papa selbst entscheiden. Wir wissen aus Erfahrung: die erste Reise ist ein Abenteuer und daher möchte ich mit euch ein paar meiner ersten Reiseerfahrungen teilen. Ich freue mich, wenn es dem/der Einen oder Anderen ein wenig die Sorgen vor der ersten Reise nimmt. Traut euch ruhig, eurem Kind die Welt zu zeigen, wenn ihr könnt. Und es muss bestimmt nicht immer gleich ein anderer Kontinent sein: Deutschland und Europa haben wunderschöne und enorm kindgerechte Ecken zu bieten.


Ich selbst würde mich meinem Kleinen, der in diesem Sommer 2 Jahre alt wird, noch keinen Langstreckenflug machen wollen. Gar nicht mal so sehr, weil er das vielleicht nicht durchhalten würde (wobei ein Nachtflug sicherlich gehen würde), sondern vor Allem, weil auch mein Mann und ich im Urlaub entspannen wollen und da nicht gleich einen 10-Stunden-Flug mit dem Baby haben wollen. Das ändert sich aber ganz sicher, sobald der Kleine etwas größer wird, sich ein Bisschen ausdrücken kann und vor Allem auch verstehen kann, was wir vorhaben.


Unsere erste Reise war ein verlängertes Wochenende an der Ostsee in einem Familienhotel. Wir haben dort unseren ersten Hochzeitstag verbracht – Joschi war da gerade mal 3 Monate alt. Der Vorteil eines Familienhotels liegt auf der Hand: es ist Alles da, was Eltern und Kinder brauchen, von Spielsachen über Beistellbetten bis hin zu Bereichen, in denen es niemanden stört, wenn es mal lauter wird. Das können wir auch jetzt, wo Joschi etwas größer ist, sehr empfehlen und würden es jederzeit wieder in unsere Urlaubsplanung einbauen. Auf solchen Trips, die auch in Deutschland bleiben und nicht lange dauern, nehmen wir, abgesehen von Windeln, Kleidung, ein paar Büchern und wenig Spielzeug nicht viel mit. Als Joschi noch so klein war hatten wir die Babytrage dabei und einen Kinderwagen, beides würde ich aber inzwischen weglassen, es sei denn das Mitnehmen eines Buggys stellt keinen Mehraufwand dar (bei der letzten Reise habe ich ihn weggelassen, weil er nicht mehr ins Auto gepasst hat 😊 ).


Die letzten beiden Reisen habe ich ohne meinen Mann, dafür aber mit Evi, angetreten. Beide gingen nach Portugal, weil wir dort einen Großteil der Fotos für baeli shooten wollten. Eine Reise nach Portugal bedeutet auch einen Flug, dieser dauert etwa 3,5 Stunden. Kinder unter 2 Jahren bekommen in der Regel keinen extra Platz, sondern sitzen auf dem Schoß. Da wir aber während der Pandemie geflogen sind, waren die Flieger beide Male sehr leer und Joschi konnte nach dem Start und vor der Landung auf seinem eigenen Platz sitzen. Ich habe das Glück, dass Joschi scheinbar gerne im Flugzeug schläft, so ist er auf allen 4 Flügen, die er in seinem Leben bisher absolviert hat, nur insgesamt ca. 8 Stunden wach gewesen und hat den Rest verschlafen. Das ist für mich als Mutter natürlich sehr entspannt und mir ist total bewusst, dass das nicht die Regel ist. Wenn er nicht schläft wandert er gerne durch den Flieger, lädt andere Kinder zu uns zum Buch anschauen ein oder spielt. Ich biete ihm auch immer genügend zu Essen und zu Trinken an, das dürfen wir für die ganz kleinen Kinder glücklicherweise selbst mitbringen.


Mein Geheimtipp für Start und Landung: Quetschies und Trinklernbecher mit Wasser. An beidem kann das Kind nuckeln und schluckt regelmäßig, sodass der Druckausgleich (bei uns) ohne Probleme vonstattenging.
Mein zweiter Tipp für Auslandsreisen mit Kleinkindern und Babys: Ferienwohnung statt Hotel. Wir haben eine Ferienwohnung gewählt, in der es bereits einen Kinderspielplatz auf dem Gelände, Spielsachen und Kinder-Besteck und -Geschirr und ein Beistellbett gibt. Das spart sooo viel Gepäck. Es ist tatsächlich so, dass ich bis auf ein paar Bücher zum Vorlesen sonst nur maximal 2 Lieblingsspielzeuge mitnehme, weil der Rest eh schon vor Ort ist.

Was ich euch mit auf den Weg geben möchte:

nehmt euch nur Dinge vor, für die Ihr und euer Kind bereit sind. Seid offen für ein Abenteuer und nehmt die An- und Abreise nicht zu ernst (das sind nämlich die einzigen Schwierigkeiten bei Reisen). Wenn ihr etwas zu Hause vergesst, dann könnt ihr es auch überall sonst bekommen und die Hilfsbereitschaft (ganz besonders in südlichen Ländern) ist enorm. Seid offen für neue Dimensionen der Gast- und Kinderfreundlichkeit. Lasst euch nicht von strengen Regeln verunsichern und haltet euch an die Umgangsformen und Vorgaben im Urlaubsland.
Schaut auch gerne mal in unsere Sommerauswahl an Kleidung, Spielsachen und Accessoires – ihr findest ganz bestimmt ein paar nützliche Urlaubshelfer.


Liebe Grüße und viel Spaß im Urlaub
Eure Julia

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