Gute Nacht Geschichte - die kleine Delfinin Baeli

Baeli war eine kleine Delfinin in einer riesigen Gruppe von Delfinen. Man nennt diese auch Delfinschulen. Nicht etwa wie die Schulen bei uns im Menschenreich, nein in Delfinschulen schwimmen alle Generationen zusammen. Alle lernen voneinander und alle kennen sich. Sie bleiben ihr Leben lang zusammen und jeder ist Teil von etwas ganz Großem. Delfine wissen nämlich, dass man zusammen viel stärker ist. So hatte sich die kleine Baeli auch noch nie allein gefühlt und hatte immer jemanden, der mit ihr spielte. Am liebsten spielte sie mit ihrem besten Freund Joschi. Baeli war 2 Monate jünger als Joschi, aber mindestens genauso mutig wie er. Die beiden schwammen jeden Tag um die Wette und wenn die Delfinschule zum Luftholen nach oben kommen musste, tobten die beiden in den Wellen. Wenn eine Welle kam ließen sie sich vom Sog der Welle mitziehen, sodass sie ganz plötzlich ganz schnell wurden, ohne groß etwas dafür tun zu müssen. Bevor die Welle brach und weiß und schaumig wurde, drehten die beiden um und sprangen aus der brechenden Welle wieder heraus Richtung Meer.

Eines Tages, als es noch ganz früh am Morgen war, wachte baeli von einem Geräusch auf. Es war noch nicht richtig hell, sodass baeli noch nicht alles sehen konnte. Sie fragte sich, was das Geräusch gewesen sein könnte. Da ihre Eltern noch schliefen beschloss baeli, sich allein auf die Suche nach dem Geräusch zu machen und schwamm in die Nähe der Korallen. Mama sagt immer, sie soll nicht so nah an die Korallen heranschwimmen, da diese sonst pieksen würden. Plötzlich stupste sie jemand von hinten an und baeli dachte schon, sie hätte sich an einer Koralle gepiekst. Es war aber nur der kleine Joschi, der sie losschwimmen gesehen hatte und neugierig geworden war. Baeli war ein bisschen erleichtert, denn so früh im halbdunkeln zu den Korallen zu schwimmen machte ihr doch ein mulmiges Gefühl im Bauch.

Als die beiden an den Korallen ankamen hörte baeli das Geräusch nochmal. Es war wie ein leises Schluchzen und schien hinter den Korallen hervorzukommen. Die beiden schwammen ganz langsam über den Kamm der Koralle, immer auf der Hut vor Pieksern und Strömungen, die sie zu nah an das Riff treiben würden. Da war das Geräusch schon wieder, diesmal etwas lauter! Baeli und Joschi schauten sich an und wussten sofort, dass sie noch näher ran schwimmen mussten. Leise und vorsichtig schwammen sie um eine Ecke – und dann sahen sie es: ein kleines Seepferdchen hatte sich in einem Korallenarm verfangen und weinte leise. Baeli und Joschi zögerten nicht lange und schwammen sofort zum Seepferdchen hin.

„Woher kommst du“? fragte Baeli und Joschi half dem kleinen Seepferdchen aus dem Korallenarm heraus. „Ich komme von der Sandbank, wisst ihr, wie ich dort wieder hinkomme? Ich bin in eine Strömung geraten und abgetrieben und dann habe ich mich hier verfangen. Ich will aber so gerne zurück in mein Zuhause.“ Baeli und Joschi kannten die Sandbank, sie war gar nicht weit weg und die beiden waren groß genug, um das kleine Seepferdchen sicher dorthin zu bringen. Also schwammen die drei – das Seepferdchen gut geschützt in der Mitte – zur Sandbank. „Wie heißt du eigentlich?“ fragte Baeli. „Ich heiße Linus. Danke für eure Hilfe! Vielleicht können wir ja Freunde sein?“

Von nun an trafen sich Baeli, Joschi und Linus fast jeden Tag und spielten, schwammen und entdeckten das Meer zusammen. Linus hatte nun nie mehr Angst, sich irgendwo zu verfangen. Er hatte ja zwei tolle neue Freunde, die auf ihn aufpassten.

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Baeli Tipp

Nachhaltig, praktisch, schön. Das ist baeli.