Ein kleiner Einblick in unser Leben in der Pandemie

Heute gibt es wieder einen etwas persönlicheren Einblick, nämlich in unser Leben seit Beginn der Pandemie und die Herausforderungen und Möglichkeiten, die es für uns Eltern mit Kleinkindern bereithält.

Joschi ist nun fast zweieinhalb Jahre alt und somit hat er glücklicherweise die Lockdownzeit selbst nicht so wahrgenommen, wie wir als Eltern. Er wurde im Sommer vor Corona geboren, wir durften noch Besuch im Krankenhaus bekommen und alles war in Ordnung. Mit der Entscheidung baeli zu gründen, stand dann im Sommer 2020 auch fest, dass wir für Joschi bald eine Tagesbetreuung brauchen würden und so machten wir uns auf die Suche nach einer Tagesmutter. Wir fanden auch recht schnell ein super liebes Team aus zwei Tagesmüttern, die in einem kleinen Laden bei uns in der Nähe ihre Tagesbetreuung recht frisch eröffnet hatten und wollten im September 2020 mit der Eingewöhnung beginnen.

Coronabedingt wurde die Eingewöhnung für uns zu einer echten Herausforderung: wir haben insgesamt fast ein dreiviertel Jahr gebraucht, bis Joschi richtig eingewöhnt war und auch bei den Tagesmüttern Mittagsschlaf machen konnte. Ich arbeite zum Glück für baeli nach meiner eigenen Zeiteinteilung und meist von zu Hause aus, daher konnten wir so eine lange Eingewöhnung überhaupt stemmen. Während dieser Zeit war die Einrichtung allerdings immer wieder mehrere Wochen am Stück wegen Coronainfektionen oder „normalen“ Alltagskrankheiten geschlossen, was uns jedes Mal wieder an den Anfang zurückwarf und uns, wie so viele andere Eltern auch, zu Hause vor den Spagat der Kinderbetreuung und zeitgleichen Arbeitsbewältigung stellte.

Außerhalb der Lockdowns war das auch alles zumutbar, weil man zwischendurch auch mal in ein Elterncafé oder zu anderen Kindern gehen konnte. Während der großen Lockdowns allerdings kamen wir wirklich an unsere Grenzen. Mit dem Frühjahr 2021 wurde die Betreuung dann zum Glück regelmäßiger und endlich klappte auch die Eingewöhnung richtig gut. Schließlich, seit Joschi täglich zu den Tagesmüttern ging, kehrte auch wieder ein halbwegs normaler Alltag ein und ich war ganz ehrlich richtig erleichtert.

Trotz allem war es die beste Idee baeli zu gründen: es macht wahnsinnig viel Spaß und das Feedback von anderen Eltern ist toll. Ich bewundere Eltern, die die ganze Situation auch noch mit einem Präsenzjob oder sogar mit systemrelevanten Berufen gemanagt haben und wünsche uns allen, dass wir bald wieder richtig aufatmen können. Ich bin dankbar dafür, dass es bei uns in Berlin so viele Möglichkeiten für Kinder gibt und auch die Kinderbetreuung für arbeitende Eltern relativ gut geregelt ist und vor Allem wenig kostet. Auch der Zusammenhalt von Eltern in meiner Gegend ist toll und wir haben wahnsinnig liebe Elternfreunde, die sich so gut es geht gegenseitig unterstützen.

Mein ganz persönlicher Wunsch ist es, dass auch die letzten Zweifler sich doch noch impfen lassen, sofern sie es denn können und Corona irgendwann eine Geschichte wird, die wir unseren Enkelkindern erzählen können.

Wie kommt ihr durch die Pandemie? Stellt euch der Winter auch wieder vor Herausforderungen?

 

Viele liebe Grüße

Julia von baeli

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