Die 3 größten Herausforderungen am Elternsein

Heute könnt ihr mal wieder einen etwas persönlicheren Beitrag bei uns lesen: ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welche die 3 größten Herausforderungen (für mich) am Elternsein sind und, wie ich damit umgehe. Sicher haben einige von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und ich bin mir sicher, dass jede Mama und jeder Papa mir zustimmen, wenn ich sage: Elternsein ist gleichzeitig das Schönste und Anstrengendste, was wir je gemacht haben. Jeder Tag ist geprägt von großartigen, liebevollen Momenten, die sich abwechseln mit kleinen Nervenzusammenbrüchen und der Frage „Wie soll ich das nur schaffen?“. Trotzdem, oder vielleicht, gerade weil es so viele Herausforderungen gibt, ist und bleibt es für mich eine der besten Entscheidungen, die wir je getroffen haben. Unser Joschi ist jetzt fast zweieinhalb Jahre alt und gibt uns so viel Liebe, wie es nur so ein kleiner Frechdachs kann.

In diesen zweieinhalb Jahren habe ich so viel gelernt, über mich und andere, wie gefühlt nicht in den 28 Jahren davor und bin so oft über mich hinausgewachsen. Trotzdem gibt es 3 Dinge, die mich bis heute vor Herausforderungen stellen:

  1. Geld
  2. Zeit
  3. Erziehung

Das klingt nun sehr allgemein, daher möchte ich es euch erklären:

Seit dem Mutterschutz stellt sich mir immer die Frage, wie wir es schaffen, genügend Geld für uns und unsere kleine Familie zu haben. Die finanzielle Unterstützung für Eltern ist in Deutschland zwar gegeben, reicht aber meiner Meinung nach bei weitem nicht aus. Ich lebe in der privilegierten Situation, dass mein Mann inzwischen eine sehr erfolgreiche Firma leitet und uns theoretisch auch allein versorgen könnte, aber ganz ehrlich: wer möchte sich denn finanziell aushalten lassen? Ich auf jeden Fall nicht und daher arbeite ich für mein eigenes Geld, das ich aber für gewöhnlich zum Großteil für Joschi ausgebe. In der Zeit des Mutterschutzes und in der darauffolgenden Elternzeit war es aber immer sehr knapp, sodass ich schon sehr früh wieder angefangen habe zu arbeiten. Klar hätte ich gerne 3 Jahre zu Hause verbracht und mich nur um mich und meine Familie gekümmert, das geht aber faktisch einfach nicht. Heutzutage sind wir zwar finanziell recht gut abgesichert und haben auch angefangen für unsere Familie und vor allem für Joschi Geld zur Seite zu legen, das mussten wir aber erst hart erarbeiten.

Dadurch, dass wir beide arbeiten, stelle ich mir oft die Frage, ob ich auch genug Zeit mit meinem Kind verbringe und, wie ich auch noch Zeit für mich und meinen Mann finde. Ich habe ein sehr gutes Zeitmanagement aber trotzdem kommt die Zeit für mich oft zu kurz. Joschi geht halbtags in die Kita, in dieser Zeit arbeite ich für baeli und kümmere mich um den Haushalt, gehe mit dem Hund raus und zack, ist es schon wieder Zeit zum Abholen und dann ist meine Zeit ganz exklusiv für Joschi reserviert. Abends bin ich dann früh müde und muss ins Bett, weil Joschi in Frühaufsteher ist. Mein Mann und ich haben ein Mal pro Woche eine „Datenight“, damit auch unsere Zeit nicht zu kurz kommt. Inzwischen haben wir für diese Zeit auch ab und zu einen Babysitter da und können auch mal wieder Zeit nur zu zweit verbringen. Am liebsten verbringe ich die freie Zeit aber mit meinen beiden Männern (also meinem Mann und Joschi) zusammen.

Zu guter Letzt stelle ich mir bestimmt täglich die Frage, ob ich in der Erziehung alles richtig mache. Vielleicht stehen wir als Eltern zu sehr unter Druck und müssen ein paar Dinge einfach nicht so eng sehen. Das versuche ich auch und ertappe mich trotzdem immer wieder dabei, wie ich mich frage, ob das Nein jetzt auch angebracht war oder, ob ich zu nachgiebig bin. Ich möchte Joschi zu einem selbstbewussten Menschen erziehen, der weiß, dass er toll ist, egal wie er ist aber trotzdem Grenzen aufzeigen und ihn auf das Leben vorbereiten. Das ist ein Spagat, den wir Eltern wohl immer wieder machen müssen.

Neben den vielen Herausforderungen ist es aber umso schöner, nun eine Familie zu sein, finde ich. Die meisten Dinge machen so viel mehr Spaß, wenn man sie nicht allein machen muss.

Wie ist das bei euch? Was stellt euch vor Herausforderungen und wie meistert ihr sie?

 

Viele liebe Grüße

Julia von baeli

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