Babyschlaf und Abendrituale

Bevor ihr diesen Beitrag lest, möchte ich eines loswerden:
ich bin absolut keine Expertin und habe mir all mein Mami-Wissen mit Hilfe von anderen Mamas, Büchern, anderen Blogs und Artikeln und einfach nach Gefühl angeeignet und möchte, dass ihr wisst: jede Familie ist anders – jedes Baby schläft anders und nur, weil die Tipps, die ich euch geben möchte, bei uns funktionieren oder funktioniert haben heißt das noch nicht, dass sie bei euch gleichermaßen klappen. Trotzdem möchte ich mit euch teilen, wie wir den langen Weg zu (größtenteils) erholsamen Nächten gemeistert haben.

Und noch etwas vornweg:
unser Joschua schläft zwar meistens die ganze Nacht (von ca. 20:00 Uhr bis ca. 06:00 Uhr) durch, hat aber immer wieder Phasen, in denen er mitten in der Nacht aufwacht und unsere Hilfe beim Einschlafen braucht. Auch, wenn er nun schon zwei Jahre alt ist, ist er noch immer ganz klein und bekommt von uns jede Unterstützung, die er braucht. Seit er etwa 1 Jahr alt ist schläft er in seinem eigenen Zimmer und seinem eigenen Bett – ich habe mit 11 Monaten abgestillt und so hat sich das fast automatisch ergeben. Trotzdem gibt es immer wieder Nächte, in denen er bei uns im Elternbett schlafen darf: wenn er krank ist oder, wenn er einfach ein Bisschen mehr Zuneigung und Kuscheln braucht. Manchmal, wenn er nachts aufwacht und nicht alleine wieder in den Schlaf findet, kommt er auch zu uns rüber und darf dann bei uns weiterschlafen.

Warum wir das so machen, hat zwei Gründe: zum einen ist es für uns als Eltern so viel entspannter, wenn wir nicht auf Teufel komm raus wollen, dass der Kleine unbedingt in seinem Bett schlafen muss. Wir schlafen so besser und müssen nicht mitten in der Nacht aufstehen. Zum anderen erziehen wir Joschi bedürfnisorientiert. Wenn er uns also braucht, dann sind wir da und das natürlich auch nachts.


Hier kommt mein erster Tipp dazu, der eher für die Zeit ab 1 Jahr gilt:

Sucht euch ein großes Kinderbett, in das ihr auch mit hineinkönnt und auch mal dort schlafen könnt. Wir haben schon mit einem Jahr ein 90cm x 200cm Bett ins Kinderzimmer gestellt und nur eine kurze Seite offengelassen. So können wir auch mal dort schlafen, falls der Partner/die Partnerin aus- oder durchschlafen soll und trotzdem kann das Kind auch allein dort schlafen, ohne herauszufallen.

Nun zur Babyzeit - Also euer erstes Jahr mit Baby:

Meine ganz klare Empfehlung (und da sind sich wohl auch die Expert:innen recht einig) ist, das Baby im ersten Jahr mit im Elternzimmer schlafen zu lassen. Es muss nicht zwingend das Elternbett sein, wobei es hier tolle große Familienbetten gibt. Wir hatten ein Baby-Beistellbett mit Geländer und im ersten halben Jahr das Reise- und Beistellbett aus unserem baeli Shop. Immer direkt neben unserem Bett, sodass wir den Kleinen immer hören und sehen konnten und ihn schnell herausnehmen konnten, wenn er wach wurde.

Für Stillmamas ist mein Tipp: Stillen im Schlaf klappt ganz hervorragend mit ein Bisschen Übung. Ich habe Joschi, wenn er nachts hungrig wurde, einfach neben mich gelegt und bin beim Stillen wieder eingeschlafen. Ich kann mir vorstellen, dass das für Fläschchen-Eltern nicht so einfach ist. Ob ihr, aber Stillen wollt bzw. könnt, wisst ihr ja vorher noch nicht. Falls ihr es könnt und auch wollt, ist das Schlaf-Stillen ganz klar eine Erleichterung.

Unser Lieblingsteil der Abende und auch der nächste große Tipp für erholsame Nächte sind Abendrituale. Rituale schaffen für euch und euer Baby Sicherheit und, wenn sie immer ähnlich ablaufen, kann sich euer Baby gut auf den kommenden Schlaf einstellen und weiß quasi, was auf es zu kommt. Ich habe lange nach „dem perfekten“ Ritual gegooglet aber Fakt ist: es gibt nicht „das eine“ Ritual. Ihr müsst zusammen herausfinden, was für euch und euer Baby am schönsten ist.

Unser Abendritual läuft wie folgt:

  1. Abendbrot (inzwischen richtiges Essen aber früher Milch oder Brei)
  2. Baden
    • Wir haben von Anfang an, bzw. sobald der Nabel-Rest abgefallen war, fast jeden Abend kurz gebadet. Am Anfang haben wir dafür eine Babywanne genutzt, das schont den Rücken und ist nicht so groß. Wir haben es schön gemütlich warm gemacht und Joschi planschen lassen. Danach noch fix eine frische Windel und einen gemütlichen Schlafanzug anziehen.
  3. In den Schlafsack kuscheln
    • Teil unseres Rituals war und ist, dass wir Joschi im Schlafsack hinlegen. Bis heute schläft er im Schlafsack, so ist es immer gut zugedeckt und in der Baby-Zeit war es so einfach sicherer. Inzwischen kann er aber auch hervorragend im Schlafsack laufen 😊
  4. Gute-Nacht Geschichte
    • Seit Joschi etwa 3 Wochen alt ist lesen wir jeden Abend eine Gute-Nacht Geschichte vor. Dabei kuscheln wir uns zusammen ins Bett und lesen ganz in Ruhe vor. Wir haben mit Petterson und Findus angefangen, was bis heute Joschis Lieblingsbuch ist.
  5. In-den-Schlaf-Kuscheln
    • Bis heute begleiten wir Joschi jeden Abend in den Schlaf. Als er noch klein war, habe ich das mit Stillen gemacht, inzwischen kuscheln wir aber nur noch und krabbeln das Köpfchen oder den Rücken. So schläft er immer ganz entspannt ein. Ganz neu ist, dass wir auch aus dem Zimmer gehen können, bevor er schläft aber das Erzwingen wir nicht, sondern machen das ganz nach Gefühl.

Abschließend möchte ich euch auf den Weg geben, euch nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Kein Baby muss schlafen lernen und ich bin davon überzeugt, dass wir hier den Grundstein für die Zukunft legen: wenn es zwar etwas länger dauert, aber euer Baby immer das Gefühl hat, dass ihr zuverlässig für es da seid, dann wird es in Zukunft leichter und das vor allem nachhaltig.

 

Wenn ihr ein ähnliches Ritual habt oder noch mehr Tipps – gerne her damit. Wir Eltern sollten uns gegenseitig unterstützen.

 

Wir wünschen euch erholsame Nächte 😊

 

Julia und das Team von baeli

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